Chonburi (Thai: ชลบุรี,) ist eine Provinz (Changwat) in der Ostregion Thailands, sie wird aber verwaltungstechnisch zu Zentralthailand gezählt.
Chonburi liegt an der Bucht von Bangkok und damit am Golf von Thailand. Die Provinz befindet sich im Einzugsgebiet von Bangkok, das etwa 80 Kilometer nordwestlich liegt.
Von Nordwesten nach Südosten erstreckt sich eine niedere Bergkette durch die Provinz. Die fruchtbare Ebene im Norden wurde bereits seit langem landwirtschaftlich genutzt. Sattahip im Süden ist einer der wenigen Tiefseehäfen des Landes.
Die bekannteste Stadt der Provinz dürfte weniger die Provinzhauptstadt sein, als vielmehr Pattaya, eines der Touristenzentren Thailands.
Das Klima ist tropisch-monsunal. Fläche: 4.363 km². Einwohner: 1.143.000.
Wirtschaft und Bedeutung
Der Tourismus ist bedeutend aufgrund der sehr schönen Sandstrände und der geschützten Lage der Provinz.
Daneben gibt es Landwirtschaft, die hier weniger im Reisanbau besteht, sondern mehr Tapioka- und Kokosnuss-Plantagen bildet und Zuckerrohr verarbeitet, sowie im Fischfang, der nahe der Küste aber auch in der Tiefsee betrieben wird.
Viele Fertigungsbetriebe haben sich angesiedelt, um die günstige Verkehrsanbindung an den Tiefseehafen Sattahip zu nutzen und dem ständigen Verkehrschaos der Hauptstadt zu entgehen.
Das Bruttosozialprodukt der Provinz betrug 2004 354.031 Millionen Baht.
Geschichte
Chonburi hat eine lange Geschichte, die bis in die Khmer-Zeit zurückreicht. Nachdem die Khmer zurückgedrängt wurden, übernahm das Königreich Ayutthaya die Herrschaft und gab sie nicht mehr auf. Nach dem Fall Ayutthayas 1767 wurde auch Chonburi nominell unter birmanische Herrschaft gestellt, doch waren deren Besatzungstruppen nicht stark genug, um das Land zu beherrschen. Der General Taksin sammelte Truppen und ging zunächst mit 500 Getreuen nach Rayong und Chonburi, um weitere Kräfte zu sammeln und auf eine günstige Gelegenheit zu warten. Nach der Vertreibung der Birmanen aus Siam gründete Taksin dann die neue Hauptstadt Thonburi, die heute einen Teil Bangkoks bildet.
Sehenswürdigkeiten
Pattaya (Aussprache: [pʰát tʰá jaː],) ist ein international bekannter Badeort am Golf von Thailand.
Bang Saen – 10 Kilometer außerhalb der Provinzhauptstadt; der „Ozean-Park“ hat eine Reihe von Wasserrutschen und eine Berg- und Talbahn. Im Ort befindet sich die Burapha-Universität, die insbesondere Meereskunde und ein ausgedehntes Salzwasser-Aquarium betreibt, das „Scientific Marine Center“.
Ko Sichang – etwa zwölf Kilometer von Si Racha im Meer gelegene Insel, auf der sich ursprünglich der Wimanmek-Palast befand, der auf Veranlassung von König Chulalongkorn (Rama V.) errichtet wurde und 1900 fachmännisch abgebaut und nach in Bangkok als größtes Teakholz-Gebäude weltweit wieder aufgebaut worden ist. Neben dem Wat Asdang Nimit, einem buddhistischen Tempel (Wat), der im Stil einer christlichen Kapelle errichtet wurde, befindet sich hier auch ein chinesischer Tempel.
Wasserbüffelrennen – Berühmt sind die alljährlich im Oktober abgehaltenen Wasserbüffelrennen, bei denen die normalerweise auf den Reisfeldern arbeitenden Tiere zur Belustigung herhalten und Rennen abhalten und eine Art unblutigen Stierkampf mitmachen.
Wappen
Das Wappen der Provinz Chonburi zeigt den Hügel Kao Sam Muk mit einem heiligen Räucherhaus. Man glaubt, dass der Geist des Hügels die Fischer vor allem Übel zu bewahren vermag.
Der lokale Baum und die lokale Blume ist der Burmese Rosewood (Pterocarpus indicus, auch: „Padouk“).
Der Wahlspruch der Provinz Chonburi lautet:
„Die Provinz an der schönen See,
Leckerer Khao Laam Klebreis in Bambus werden gegrillt,
Berühmt für süße Zuckerrüben und feine Korbwaren,
Jedes Jahr werden hier Büffelrennen abgehalten.“